Jean-Michel Jarre in Hamburg
Ein Konzert der besonderen Art veranlasst mich mal wieder was ins Blog zu schreiben. Jean-Michel Jarre – ja den gibt’s noch! Irgendwie würde ich seine Musik öffentlich ehr in die Rubrik “Jugendsünde” einstufen, aber anderseits war seine Musik in den 80ern auch immer gegenwärtig, wenn auch eher im Hintergrund. Konzerte waren allerdings unerreichbar.
Meine Erwartungshaltung war durchwachsen. Berichte über die ganz besonderen Konzerte mit beeindruckenden Shows mischten sich mit Skepsis, da ja heute einige Bands mit bombastischen Lichtshows, was soll da noch beeindrucken. Und eine Jean-Michel Jarre CD kann ich schon lange nicht mehr komplett durchhören. Zum Glück wurde ich aber positiv überrascht.
Für meinen Geschmack hatte ich optimale Plätze gebucht – im Parkett, ein paar Meter vor dem FOH Pult, dabei Reihe 1 in dem Block also Beinfreiheit, optimaler Hörplatz und Sicht auf die komplette Show. Zu Beginn kam Jean-Michel dann auch noch höchstpersönlich durch unsere Reihe. Die Ohren wurden von Anfang an ordentlich durchgepustet. Die Lightshow begann erst verhalten um dann so richtig loszulegen. Sehr schöne Lichtstimmungen, kombiniert mit Lasershow und teilweise sparsamer aber passender Hintergrund-Projektion. (siehe oben der Riesen Moog der auch in 3D überflogen wurde) Die mit illuminierten Synthesizern vollgestellte Bühne und die Projektionen war natürlich was für Leute, die sich für viele Knöpfe und blinkende Lämpchen begeistern können. Interessant fand ich auch den Einsatz des Theremins und der groß ins Bild gesetzte abgewetzte “Moog Liberation”. Bei der Musik kamen natürlich die Erinnerungen an die Jugend zurück. Am Ende kam dann auch noch was neueres, wodurch der Einfluss von Jean-Michel Jarre z.B. auf die Technomusik deutlich wurde. Am Ende habe ich eine Menge Leute mit einem Grinsen im Gesicht gesehen