Staatsbesuch
Schon am letzten Wochenende waren wir in Berlin. Die Bundesregierung hatte zum Tag der offenen Tür geladen. Das war zwar nicht der Grund unseres Besuches, aber da es sich gerade so ergab haben wir auch drei der geöffenet Einrichtungen besucht. Die Türen oder Tore waren zwar offen, aber bevor man die passieren durfte musste man unterschiedliche Sicherheitskontrollen durchlaufen. Für einen Rundgang im Gebäude des Verteidigungsministerium gabs z.B. einen Besucherausweis im Tausch mit dem Personalausweis, Datenauszeichnungsgeräte einschließlich Fotoapparate und Mobiltelefone mussten am Eingang abgegeben werden. Taschen durften aber nicht abgegeben werden. Im Bundeskanzleramt wo dann nicht die Bundeswehr kontrollierte war es umgekehrt. Foto ja, Tasche nein. Das alles lief aber alles reibungslos und gut organisiert. Später im Finanzmisterium gab es vom Zoll dann nur die Frage nach Stich- und Schußwaffen. Im Innesministerium waren wir nicht. Vermutlich waren dort dann Ganzkörperscanner, wer weiß
Im Verteidungsministerium gab es interessante Fakten zum dortigen sogenannten Bendlerbau, zum Ministerium, einen Werbefilm der Bundeswehr und eine Führung durch Haus einschließlich Ministerbüro. Alles wenig überraschend oder aufregend. Zur Demystifizierung sind solche Veranstaltungen vielleicht doch geeignet. Spannender fand ich dann schon den Besuch im Bundeskanzleramt.
Über die “Schönheit” der “Elefantenwaschmaschine” kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Architektonisch ist der Bau aber ganz sicher interessant. Einen Teil davon konnte man von Innen und außen begucken oder auch mal andere Perspektiven entdecken.

Der Hubschrauber der Bundeskanzlerin konnte besichtigt werden und im Kanzler(zoo)garten waren zahlreiche Imbissstände und Musik. Speisen und Getränke waren zu moderaten Preisen angekündigt. Maßstab für diese Werbung waren vermutlich durchschnittlicher Abgeordnetenbezüge. Da am Eingang aber Wasserflaschen abgegeben werden mußten waren an diesem (letztem ?) Sommerwochenende bei 30 Grad im Schatten die Umsätzte garantiert. Während im Verteidigungsministerium die Ahnengalerie der vergangenen Minister mit schlichten Schwarzweiß-Fotos gebildet wurde, hängen im Kanzleramt die alten Bundeskanzler in Öl. Gerhard Schröder in einer seltsamen Goldplakettenoptik.
Abends ging es dann zum Finanzministerium. Dort haben wir neben dem interessanten Eingang, (dieses Wandbaild aus DDR Zeiten)

aber nur den Innenhof gesehen, denn dort stand das eigentliche Ziel unseres Besuches: eine Bühne. Und welch ein Zufall, heutiger (also letzte Woche Samstag) Gast: Annett Louisan. Aber dazu gibts es einen neuen Beitrag.


