Archive for the ‘Platten’ Category

Coldplay Hamburg

Montag, September 15th, 2008

Hier hatte ich es ja schon angekündigt. Dieses Jahr verpasse ich Coldplay nicht.

Coldplay zieht inzwischen immer mehr Leute an. Die Color Line Arena war wohl ausverkauft, auch wenn vor der Halle noch etliche Karten zu bekommen waren. Während wir noch in Ruhe unser Bier im Foyer tranken, begann viertel vor Acht schon die Vorband, deren Namen ich nicht mitbekommen habe .Albert Hammond jr. Die spielten fast im Stil von Coldplay, passte. Leider war der Sound sehr schlecht aber laut. Ich habe ja fast die Vermutung, dass wird absichtlich so gemacht, damit es einen Kontrast zum dann hoffentlich besseren Sound des Hauptacts gibt.

Coldplay Hamburg

 

Egal, nach einer längeren Umbaupause in der mindestens zwei Leute über die ganze Zeit damit beschäftigt waren, mit einen großem Besen über die Bühne zu fegen ging es dann endlich los mit Coldplay. Beim ersten Stück habe ich noch gedacht „Na, die sind wohl eher eine Studioband…“. Diese Meinung verflüchtigte sich dann aber zunehmend. Die Jungs, die für mich ja eher unauffällig agieren – auf der Straße würde ich die nicht erkennen – legten richtig los. Es machte Spaß.

 

Coldplay Hamburg

 

Der Sound war ok, vor allen war richtig Druck da. Lieder der neuen Platte „Viva laVida“ hatten Vorrang, aber auch die bekannten Stücke der anderen drei Alben (soweit ich das überblicke). Die Stimmung in der Halle war gut. Es gab kaum jemand, den es ab dem zweiten Song noch im Sitz hielt. Gänsehaut bei Stimmungsumbrüchen von Ballade zum Dampfhammer.

Coldplay Hamburg

 

Coldplay Hamburg

 

Dazu gab es eine nicht zu überladende Lichtshow. Als Besonderheit hingen in variabler Höhe 5 große Globen die auch zu Videoprojektion genutzt wurden. Sehr elegant fand ich die wellenförmige und zeitweise auch wellenförmig schwingende Konstruktion mit Reihen von Movings-Heads. Effektvoll auch der Papierregen mit UV-Licht Unterstützung. Ein paar Stücke wurden überraschend mit der ganzen Band in der Zuschauertribüne gesungen (…irgendwo hab ich das schon mal gesehen ;) )

 

 

 

Coldplay Hamburg

Insgesamt ein toller Abend und die Musik von Coldplay, die bei mir in Dauerrotation läuft, hat nun ein Gesicht für mich.

Die Fotos sind diesmal nur mit der IXUS gemacht. Schönere Bilder gibt es auf der Coldplay-Seite. Unter anderem blogt dort Roadie #42. Auf dem Hamburger Konzert hat auch wieder Marco Maas fotografiert und der ist gewöhnlich ja näher dran.

Ruben Cossani und Annett im Atlantic Hamburg

Sonntag, September 14th, 2008

Ruben Cossani spielte die ganze Woche im Atlantic-Club im gleichnamigen Hamburger Hotel. Das Hotel welches Udo Lindenberg ja auch als „Weißes Schloss“ besingt, brachte ich erstem Moment mit so was wie „high society“ in Verbindung und die Frage „ist das meine Welt?“. Durch Vorab-Berichte wurden aber alle Bedenken zerstreut. Es handelte sich bei der Location nicht um einen mamorgetäfelten, goldverzierten Prunksaal, sonder schlicht um den ehemaligen Stall oder die Garage. Ein etwas lang gezogener kleiner Clubraum, nett.

 

 

Ruben Cossani

Und aufällig viel Frauen im Publikum. Nach Eigendarstellung handelt es sich bei Ruben Cossani ja auch um „die Boygroup für die intelligenten Frauen“. Kurz nach Zehn ging es dann auch los. Intelligent und witzig die Texte, durchzogen von Melancholie, Gefühl und Sarkasmus oder Ironie. Dazu eingängige Musik und vor allem deutlich zu merken: Spaß an der Musik und daran auf der Bühne zu stehen. Da springt der Funke schnell über. Viele im Publikum sehr textsicher aber auch begeisterungsfähig bei der Übernahme des „Orchesterparts“. Sichtlich Spaß an der Musik und ihrem Auftritt hier hatte auch der Special Guest dieses Abends – Annett Louisanna so ein Zufall J

 

 

Annett Louisan bei Ruben Cossani

Ihr Auftritt war leider nur drei Stücke lang. Die waren zu zwei Dritteln dann aber eine Überraschung. „Das alles wär nicht passiert…ohne Prosecco“ war ja Muss. Aber dann keine neuen Songs aus ihrem neuen Album “teilzeithippie” sonders original dass was stilistisch mit diesem Album angekündigt wurde: die Sixties! „Sie liebt dich“ das in feinster Beatles-Manier zu „sie liebt dick“ wurde und „Locomation“ von Little Eva. Dazu gab noch die interessante Geschichte, dass die Sängerin Little Eva (eigentlich Eva Narcissus Boyd) dadurch zu diesem Song gekommen war, da sie Babysitter für Louise Goffin die Tochter des Songschreiberpaares Gerry Goffin und Carol King war. „Locomotion“ war in den 60ern kurz mal ein lustiger Tanzstil. 1987 hatte eine weitere große kleine Frau einen Hit damit: Kylie Minogue. Gesanglich für Annett mit hohem Spaßfaktor.

Ruben Cossani ließen dann gleich noch „Twist and Shout“, das die Beatles ja auch erfolgreich gecovert haben. Der Sprung in die Sechziger gehörte sicher zum Konzept, denn mit diesen Konzerten im Atlantic sollte die Hamburger Tradition etwas wiederbelebt werden, dass man jungen Band die Chance in einem Club gibt. Und wenn man sich die alten Beatles Aufnahmen ansieht, gibts doch wenigstens bei der Location Ähnlichkeiten.

Es folgten und noch einige andere eigene Songs wie Michel van Dyke einzigen Hit, den er mal für „Echt“ geschrieben hatte. Den Jungs von Ruben Cossani gönnt man solchen Erfolg jedenfalls auch. Die aktuelle CD “Tägliche Landschaft” wird darum gleich bestellt.

Nach ein paar Zugaben haben die sympathischen Musiker dann noch zur Party eingeladen, dessen Ausgang ich dann nicht mehr mitbekommen habe …denn heute geht’s schon wieder nach Hamburg: Zu Coldplay.

(Bei Klick auf die Bilder gibt es mehr!)

Ina Müller - neue Platte

Mittwoch, März 26th, 2008

Die neue Ina Müller CD “Liebe Macht Taub“wird übermorgen am 28.03.08 veröffentlicht.

HEUTE abend ab 23:00Uhr gibt es dazu auf NDR2 schon mal ein Radiokonzert, das gestern aufgezeichnet wurde!
zum —-> Livestream

Live ist die Frau und ihre Band ja wirklich der Hammer. Hier im Norden sind auch schon einige Konzerte für den Spätherbst ausverkauft! Die kurzen Anspielungen der neuen CD klingen schon mal nach mehr. ..

Falco Symphonic

Samstag, März 1st, 2008

Heute mal ausnahmsweise ein TV-Tipp, aber ganz kurzfristig. Heute 13:15Uhr auf 3sat “Falco Symphonic”. Die beeindruckende filmische und tontechnische Restaurierung des einzigen und letzten Orchesterkonzerts des österreichischen Sängers, das er 1994 in der Wiener Neustadt gab.

Selbst wenn man nicht auf Falco steht, ist allein der technische Hintergrund schon interessant. Aus einem geschnittenen M2-Videotape und einem schlechten Stereomix auf einer DAT-Kassette hat Thomas Rabitsch und sein Team innerhalb eines Jahres eine tolle Rekonstruktion hinbekommen. Ich habe bisher zufällig auf 3sat kurze Ausschnitte gesehen und auf YOUTUBE (making of).

Wer es verpaßt hat, kann sich das Konzert auch auf DVD kaufen.
 

Lenny Kravitz

Mittwoch, Februar 6th, 2008

Ich wollte mir heute im Mediamarkt die neue Lenny Kravitz CD anhören und vielleicht auch kaufen. Letzten Samstag war “VÖ” wie es so schön heißt. Ich konnte sie aber nicht finden, habe also gefragt und bekam die Auskunft “Nö, die gibts hier nicht.” Der freundliche Verkäufer klärte mich dann noch auf, dass der Grund dafür sei, dass diese Scheibe schon vorher bei musicload online verfügbar war und Mediamarkt/Saturn darin einen Wettbewerbsvorteil sahen und lehnen daher gegenüber EMI den Verkauf vorerst ab.

Was soll man denn davon halten? Jeder will noch ein Stückchen vom Kuchen und wenn einer zuerst abbeißen darf sind die anderen Kinder beleidigt…

Dafür habe ich mir eine andere CD geholt, auf die ich zufällig gestoßen bin. Ich hatte gerade nach Get Well Soon gegoogelt und gleichnamigen Interpreten gefunden. Außergewöhliche Musik!

 

Kari Bremnes

Mittwoch, Januar 16th, 2008

Gestern Abend bin mal schnell nach Hamburg. Dort spielte in der Fabrik die norwegische Sängerin Kari Bremnes und Band. Der Weg hat sich gelohnt! Es war ein phantastisches Konzert.
Ich habe die Musik erst kürzlich entdeckt, da das neues (Live) Album “Reise” auf Vinyl erschienen ist (wie auch schon die Alben davor). Bei einigen Vinylversendern war dieses Album gerade auf Platz 1 mit tollen Referenzen. Als ich die Platte dann mal hier vor Ort im Laden sah, hab ich dann auch zugeschlagen (ach war der gleiche Tag wie unten die “Jazzistanders”). Wie gesagt ein Livealbum, das hört man faßt nur in den Pausen wegen der begeisterten Zuschauer. Sonst eine glasklare Aufnahme und dann noch für den Plattenteller super gepresst auf ein Doppelalbum.

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Das Live-Programm gestern bestand zum großen Teil aus dem Inhalt der Platte. Was aber nicht störte, im Gegenteil. Die Platte war sicher ein guter Einstieg. Am Mechandising-Stand gab es noch mehr Vinylausgaben, naja eine mußte noch mit nach Hause.
Die Musik ist schwer zu beschreiben. Über große Teile relativ schwermütig und dunkel (eben Norwegen ;) ) es gibt aber auch beschwingte Phasen, das ganze etwas bis sehr getragen. Ein ganz wenig zwischen Jazz und Enya. (Vergleiche hinken!)Dazu die phantastische Stimme von Kari Bremnes, die charmant und sympatisch auf der Bühne schwebt und die Musik mit sparsamen aber wirkungsvollen Bewegungen untermalt. Live kommt alles noch dynamischer und teilweise schön (im besten Sinne) laut rüber. Wofür hauptsächlich die beiden Gitarristen zuständig sind. Der Keyborder singt dann manchmal auch noch in Stil von Oliver Shanti oder so. Sehr schön. Mein absolutes Lieblingsstück ist “Sangen Om Fyret Ved Tornehamn”. Auf der Homepage von Kari findet man einige Beipiele und auch Übersetzungen ins Deutsche. Kari moderierte ihre Lieder übrigens in Englisch mit deutschen Brocken sehr witzig an. Die “Fabrik” war sehr gut gefüllt, es ist ja ein sehr rustikaler kleinerer Club (ca. 1000 Leute) und die Leute schwer begeistert. Es gab einige Zugaben und als Überraschung “Seemann lass das Träumen” in Deutsch und in Hamburg.

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Ein paar Konzerte gibt es noch. Unbedingt hingehen!

Mitmischen

Freitag, Januar 4th, 2008

Neben solchen Verpackungsideen wie die Pizza (siehe vorheriger Artikel) gibt es aber noch ganz andere Ideen in der Musikbranche. Die neueste der Nine Inch Nails finde ich besonders interessant obwohl ich mich bisher nicht für die Musik dieser Band interessiert habe. Das letzte Remix-Album “Y34RZ3R0R3M1X3D” gibt es zum Download als Multitrack-Version für “Garage-Band” für Mac und für “Ableton Live” für Mac/PC und als Wave-File. Den eigenen Remix kann man dann auch Uploaden und bewerten lassen. Klasse Idee!

Pizza

Freitag, Januar 4th, 2008

Ich kaufe mir auch heute noch manchmal noch neue (Vinyl-) Schallplatten. Meistens erntet man dafür nur ungläubige Blicke. Kürzlich war das anders. Das war es purer Neid :) . Schuld sind Die Ärzte mit ihrer neuen Platte “Jazz ist anders”. Erstes Kaufargument für diese Platte war in diesem Fall die umfangreiche, originelle und liebevolle Aufmachung. Die Scheibe(n) kommen ja als Pizza im Pizzakarton. Zusätzlich gibt es noch eine Bonus-EP in Form einer Tomate. Auch die CD hat diese Pizza-Aufmachung, nur wo gibts den solche kleinen Pizzas? :) Darum der neidische Blick, denn die LP-Version sieht wirklich wie eine große (30cm) Pizza (mit Oben- und Untenseite) aus.

Pizza ist anders

In der Vinylversion gibts dann sogar noch eine kleine Peperoni dazu. Diese hat den Freischaltcode für die downloadbare MP3-Version des kompletten Albums. Das nenn ich mal Service! Für Leute die nicht genug bekommen können, gibts dann noch die Economyversion der Platte. Ich hatte erst gedacht, “o.k. wurde einfach der Karton weggelassen usw.”, aber nein hier handelt es sich um eine komplett andere Version des Albums mit viel rumgeblödel im Studio und komplett anderen Texten. Aus “Junge…” wird “Eltern…”. Die Vinyl-Platte ist eine unbelegte Pizza mit Unter- und Oberseite.